Kategorien
Allgemein Musik

Work in progress

Jetzt habe ich wieder 4 Songs fertig produziert, deren Veröffentlichung dann im Februar ansteht. Alle vier sind, bis auf das Mastering, komplett in Nanostudio 2 auf dem iPad entstanden. Nanostudio 2 ist großartig. Es ist super stabil, die Bedienung ist sehr gut auf Touch ausgelegt, und die Performance ist auch bei mehr als 20 Spuren mit relativ vielen AUv3-Plugins sehr gut. Aber: Nanostudio 2 kann (noch) keine Audiospuren, und, was mir noch viel mehr fehlt, keine Automation von AUv3-Parametern.

Neue DAW, neues Glück

Aus diesem Grund habe ich mir nun das im Dezember neu erschienene Cubasis 3 zugelegt. Cubasis 2 hatte ich die ganzen Jahre zuvor schon im Einsatz, und zuletzt vor allem für das Mastering meiner Songs. Die neue Version bietet auch schon allein für diesen Zweck einen Mehrwert, weil ich pro Spur nun bis zu 8 Insert-Effekte nutzen kann, und diese auch nachträglich zu sortieren sind. Die bisherigen 4 waren schon ziemlich knapp. Außerdem bietet mir Cubasis 3 für die Produktion eben volle AUv3-Automation, und natürlich Audio-Spuren. Zur Zeit arbeite ich mich ein, und teste, ob ich mit der Bedienung klar komme. Optimal ist sie jedenfalls nicht, aber dafür die ganze Automation zu bekommen, ist schon ein Argument.

Wir werden sehen, wo ich im Endeffekt hängen bleibe. Cubasis 3 hat auch noch mit einigen Bugs zu kämpfen, die aber auch hoffentlich demnächst behoben werden.

Warum eigentlich iOS?

Jetzt werden sich bestimmt ein paar Fragen, warum ich denn unbedingt unter iOS Musik produzieren möchte. Ganz ehrlich, manchmal frage ich mich das auch. Am Mac(Book) gäbe es eine ganze Reihe professioneller Software zum Produzieren, die sich noch dazu seit Jahren in großer breite bewährt hat. Eine Lizenz für Logic hätte ich tatsächlich sogar. Also, warum dann der ganze holprige Weg mit iOS?

Nun, erstmal ist die Infrastruktur unter iOS gar nicht so schlecht. Es gibt mit AUv3 einen Standard für Plugins, der meiner Meinung nach Zukunft hat. Der Markt an guten Plugins ist inzwischen auch ziemlich groß, und es finden sich qualitativ sehr hochwertige Plugins aller Art im App Store. Ob Synthesizer, oder Effekte. Es ist so ziemlich alles zu finden.

Dann passt so ein handliches iPad auch viel besser in meine Arbeitsweise.Ein Großteil meiner Produktionstätigkeit findet nämlich nicht im Studio statt, sondern es wird mal auf der Couch ein Beat gebastelt, im Bett ein Song arrangiert, oder am Frühstückstisch eine Melodie erfunden. Und hier ist ein iPad deutlich flexibler, als ein MacBook. Zumal das iPad eh mein Hauptgerät ist, und immer zur Stelle ist.

Und dann ist da noch das wichtige Argument der Kosten. Mit iOS ist einfach alles günstiger. Eine DAW am iPad kostet maximal 55€, am Mac mehrere hundert Euro. Ok, bei den DAWs gibt es auch noch einen großen Unterschied im Funktionsumfang. Aber bei den Plugins das gleiche Spiel. Ein Fabfilter Pro Q3 kostet am Mac 150€, unter iOS rund 40€. Bei gleichem Funktionsumfang. Und bei andere Plugins, die es für beide Plattformen gibt, ist es ähnlich. Unter iOS kosten die Plugins immer nur einen Teil der Mac-Version. Und dann haben wir noch die Kosten der Hardware. Ein neues iPad Pro kostet mich irgendwas zwischen 1000€ und 1500€. Ein neues MacBook Pro wenns blöd läuft, das Doppelte. Und eben deshalb bin ich gerade auch bereit, ein paar Schmerzen unter iOS auszuhalten. Und wie gesagt. So extrem schlecht ist die Situation unter iOS auch nicht mehr 🙂

Und weiter?

Der nächste Schritt ist dann die Erstellung eines Covers für die neue EP. Und wenn das erledigt ist, wird veröffentlicht, und ihr bekommt hier natürlich Bescheid 🙂