Nachtrag zu CarPlay

Ja, und alle paar Tage mal stürzt das Infotainment-System im Auto ab, wenn ich CarPlay benutze. Das System startet dann 1-2x neu, und dann ist alles wieder gut. Aber ein bisschen unheimlich ist das schon in so einem Auto, das selbst den Abstand und die Spur hält. Aber zum Glück ist nur der Infotainment-Teil betroffen. Alles Andere wäre ja auch schlimm.

Meine ersten CarPlay-Eindrücke

Unser neuer IONIQ ist ja auch mit CarPlay ausgestattet, was von mir auch intensiv genutzt wird. Seit Jahren nutze ich Apple Maps als Navi, indem ich mir das iPhone immer mit einer „Kenu Airframe“-Halterung ins Auto montiert habe. Durch CarPlay ist das jetzt nicht mehr nötig, da alles über das Display im Auto läuft, und das iPhone so in der Mittelkonsole liegen kann.

Klar, im Auto selbst ist auch ein Navi verbaut. Dafür bekomme ich sogar auch immer aktuelle Kartendaten, und es sind viele Ladestationen drin. Aber ich habe mich jetzt die letzten Jahre so an Apple Maps gewöhnt, dass ich damit am besten fahren kann. Siri weiß meistens auch schon, wo ich jetzt gerade hinmöchte, und schlägt mir das entsprechende Ziel vor, und außerdem finde ich es sehr praktisch, dass mich meine Apple Watch immer vor dem Abbiegen antippt. Ach ja, und die Live-Verkehrsdaten finde ich auch sehr gut. Die gäbe es im Autonavi zwar auch, aber nur bei aktiver WLAN-Verbindung. Aber daheim in der Garage helfen mir die Verkehrsdaten nichts, und unterwegs möchte ich nicht immer einen Hotspot vom iPhone aufmachen müssen. Soviel zum Navi. Aber CarPlay kann noch mehr.

Apps, die CarPlay unterstützen, lassen sich nämlich über das Display und die autoeigenen Drehregler und Tasten bedienen, und außerdem habe ich eine Art Siri-Taste am Lenkrad. Ich muss also, ohne meine Hände vom Lenkrad zu nehmen, einfach nur sagen „Ruf‘ meine Frau auf dem Handy an.“, und schon wird der Anruf gestartet. An Apps werden zum Beispiel natürlich die Apple-eigenen, wie iMessage, Musik, und Karten, unterstützt, aber auch meine Podcastapps Castro (für alle meine Podcasts) und Downcast (für die Audiobeiträge der Zeit). So habe ich immer alles griffbereit, was ich so auf meinen Fahrten anhöre.

Und im Herbst mit iOS 12 können dann auch Apps wie Google Maps über CarPlay navigieren. Und vielleicht gibt‘s ja dann auch Apps, über die sich Ladestationen gut finden lassen. Wäre jedenfalls sehr praktisch.

Also mir gefällt CarPlay bis jetzt sehr gut, und es macht die ganze Sache im Auto einfacher und sicherer. Was ich allerdings etwas schade finde, ist, dass ich das iPhone zwingend mit einem Kabel anschließen muss, und CarPlay im IONIQ nicht drahtlos funktioniert. Eigentlich wäre ja alles Nötige im Auto vorhanden. Bluetooth/WLAN, und eine QI-Ladeschale. Aber drahtlos geht es leider nicht. Ich musste sogar schon die QI-Funktion deaktivieren, weil das iPhone sonst zu heiß wird, wenn es am Kabel steckt, und gleichzeitig über QI geladen wird. Aber naja, perfekt ist nichts. Toll ist CarPlay trotzdem.

Eine Woche elektrisch

Seit einer Woche sind wir jetzt rein elektrisch mit unserem IONIQ unterwegs. Und es ist wirklich großartig. Es fängt schon damit an, dass es in der geschlossenen Garage in der Früh nicht mehr nach Öl (oder Diesel?) riecht, und geht damit weiter, dass ich im normalen Alltag nicht mehr tanken fahren muss.

Klar, viel Alltagserfahrung hat man nach einer Woche noch nicht. Aber im Moment läuft es so, dass ich das Auto einfach alle paar Tage über Nacht an die normale Schukosteckdose in der Garage hänge. Und zwei mal waren wir zum Testen mal am kostenlosen CCS-Lader, 15km von hier entfernt. Beim zweiten Mal hat die Ladung allerdings nach 5-10 Minuten abgebrochen, und das Auto war nicht voll, als wir zurück kamen. Das war in diesem Fall nicht tragisch, weil wir ja fast zuhause waren und außerdem 150km im Auto hatten, aber auf unserer Urlaubsfahrt sollte das nicht passieren1. Mal schauen, wie die Erfahrungen in nächster Zeit sind.

Ansonsten ist das Fahren wunderbar ruhig, einfach, smooth, aber bei Bedarf auch super dynamisch und spritzig. Im Moment bin ich beim Fahren zwar noch etwas angespannter, weil alles noch neu ist, und man sich erst mal richtig einleben muss. Außerdem baue ich gerade eine Art Vertrauensbeziehung zu den Assistenzsystemen auf, und muss erst lernen, in welchen Situationen das Auto wie reagiert. Aber das wird auch von Tag zu Tag besser, und jeden Tag entspannter.

Beim Thema Reichweite haben wir natürlich gerade fast die optimalste Jahreszeit erwischt, und der IONIQ zeigt mir mit 100% Akkuladung immer so 230-240km an. Die Schätzung scheint auch sehr realistisch zu sein, da ich immer wieder mal die gefahrenen Kilometer mit der Restreichweite verrechne, und hier meistens sogar eher im Plus bin.

Ich werde in nächster Zeit sicher noch öfter über ein paar Dinge hier schreiben. Was mir gefällt, und auch was mir nicht so gefällt. Solltet ihr Fragen haben, fragt mich. Ich bin gespannt, was euch so interessiert. Ich antworte dann entweder direkt, oder als Blogpost.

  1. Ich muss aber auch dazusagen, dass die Ladesäule zu diesem Zeitpunkt bei GoingElectric als defekt markiert war.

Heute auf dem Parkplatz beim Dorf-EDEKA. Da musste ich natürlich daneben parken ;) War zwar ein Plug-In-Hybrid, aber egal. Sieht man ja nicht so oft :)