Das wars halt dann doch noch nicht (Updateschmerzen Teil 2)

Gestern Abend habe ich ja geschrieben, dass das Update bei meinem iPhone schiefgegangenen ist. Als ich den Artikel veröffentlicht habe, sah alles aber ganz gut aus. iOS 10.3.2 war drauf, das iCloud-Backup war zurückgespielt, und die unzähligen Apps luden gerade. Normalerweise geht dann nichts mehr schief (außer, dass man vielleicht ein paar Apps nochmal anschupsen muss).

5 Minuten nach Veröffentlichung den Artikels ging aber dann plötzlich mein iPhone aus, und das Drehdingsi war wieder da. Diesmal dauerhaft. Rebooten half auch nichts, und führte wahlweise zum Dauerdrehdingsi oder zum Dauerapfel. Ganz toll, so mitten in der Nacht. Ausgemacht. Schlecht geschlafen.

Heute habe ich die Sache dann nochmal in Angriff genommen. Nochmal komplett wiederhergestellt. Wieder lange warten. Apps laden wieder. Spannend. Peng, wieder aus. Wieder Drehdingsi. Super. Nicht.

Nachdem ich keine Berichte darüber gefunden habe, dass das bei anderen auch schief läuft, und Apple das Update auch nicht zurückgezogen hatte, scheine wohl nur ich das Problem zu haben. Es muss irgendwie an der Konstellation von iOS 10.3.2 und meinem Backup liegen. Ich habe dann einen Restore auf iOS 10.3.1 gemacht, und mein Backup wieder draufgespielt. Dauerte natürlich wieder sehr lange. Aber es lief alles durch, und das iPhone funktioniert wunderbar. Das stärkt natürlich meinen Verdacht, dass irgendwas in meinem Backup ist, an dem sich 10.3.2 verschluckt. Nur was mache ich jetzt? Irgendwann kommt iOS 10.3.3, oder iOS 11, und die Chancen stehen gut, dass sich das dann auch daran verschluckt. Nur gibt es dann keinen Weg mehr zurück, weil sich 10.3.1 irgendwann nicht mehr installieren lässt. (Und außerdem möchte ich auch aus Sicherheitsgründen zeitnah 10.3.2 drauf haben.)

Also komme ich jetzt wohl nicht drum herum, mir Gedanken zu machen, wie ich möglichst schmerzfrei von vorne beginnen kann, ohne ein Backup einzuspielen. Gefühlt war der Schritt schon lange fällig, aber ich habe ihn nie gewagt. Jetzt werde ich dazu gezwungen. Über die meisten Daten mache ich mir keine Sorgen, weil das Meiste großzügig in der Cloud verteilt ist. Meine 2 Sorgenkinder sind die Health-App, und Geofency. Für die Health-Daten scheint es eine Lösung zu geben, die hoffentlich auch funktioniert. Aber bei Geofency kann ich die Daten nur exportieren, aber nicht wieder importieren. Hier wird es wohl darauf hinauslaufen, dass ich meinen jahrelangen Standortverlauf verliere, was mir nicht wirklich gefällt.

Naja, ich werde das auf jeden Fall in Ruhe angehen, und gut drüber nachdenken, was ich noch alles rüberretten muss. Ich halte euch dann auf dem Laufenden. Und für Tipps und Tricks zum Thema Neuanfang, und vor allem Health und Standortdaten bin ich sehr dankbar.

Und eins möchte ich noch loswerden: Seht zu, dass ihr immer ein aktuelles Backup eurer Geräte habt. Ihr wisst nie, wann etwas kaputt geht.

Immer schön aktualisieren (dachte ich mir)

Eigentlich habe ich vorhin angefangen, diesen Beitrag zu schreiben, und ich wollte nur den Screenshot reinkleben. So als Hinweis, dass es ein neues Update gibt, welches Sicherheitslücken schließt, und dass man sowas zeitnah installieren sollte. Als ich den Entwurf fertig hatte, war mein iPhone gerade am Aktualisieren.

Minuten später machte mein iPhone, am Ladekabel hängend, bzzzzt… bzzzzt… bzzzzt… bzzzzt… usw. — Es befand sich in einer endlosen Respring-Schleife. Ganz kurz blitzte immer der Passcode-Screen auf, und schon kam wieder der Spinner (also dieses Drehdingsi), und es machte wieder bzzzzt. Keine Chance, irgendwie mit dem Gerät zu interagieren. Auch ein Reboot brachte das iPhone wieder in diese Endlosschleife. Ganz toll. Macht man dann natürlich bestimmt 10x, das Rebooten. Bringt aber beim 10. Mal halt auch nichts.

Die Lösung des Problems bestand dann darin, das iPhone in den DFU-Mode zu bringen, und mit dem MacBook wiederherzustellen. Tolle Kiste. Kostet mich jetzt halt den Abend, der Mist. Zum Glück war mein letztes iCloud-Backup von heute Abend, und es fehlen mir somit fast keine Daten.

Klar, bei den ganzen Millionen an iPhones kann durchaus mal was schief gehen. Und sollte ich in den nächsten Tagen nichts lesen, dass das Anderen auch so gegangen ist, dann war mein iPhone wohl eine unglückliche Ausnahme. Damit kann ich leben. Aber sollte das wieder auf vielen Geräten schief gelaufen sein, dann fände ich das wahnsinnig peinlich für Apple, und durchaus riskant. Durch solche Fehler steigt bei vielen Benutzern die Skepsis gegenüber (durchaus ja sehr wichtigen Sicherheits-)Updates. Und Apple wird es wohl auch nicht schaffen, in jedes kleines Update, neue Emojis einzubauen, was für viele wohl der einzige Grund zum Aktualisieren wäre.

Naja, ich bin jedenfalls froh, mit DFU und MacBook die Sache in den Griff bekommen zu haben. Aber was ist mit denen, die damit nichts anfangen können? Da bleibt dann auch nur noch der Weg zur Genius-Bar, an der man dann in einer Woche einen Termin bekommt. Oder einschicken. Will man aber auch nicht.

So, genug geschimpft. Im Moment lädt sich mein iPhone gerade alle 12 Trillionen Apps aus dem Store, die dann morgen früh hoffentlich drauf sind, und nach ein paar Kennworteingaben ist dann alles wieder gut.

Was lernen wir daraus? Genau, ohne MacBook ist man leider aufgeschmissen. Genügend iCloud-Speicher für das iCloud-Backup lohnt sich auf jeden Fall. Ein aktuelles Backup ist nämlich Gold wert. Der Wiederherstellungsprozess aus dem iCloud-Backup dauert zwar lang, läuft aber dann doch recht reibungslos ab. Und: Updates vielleicht nicht am Abend machen. Man kommt nämlich dann spät ins Bett, wenn was kaputt geht.

Und denkt dran: Immer schön Updates einspielen. Und ja, ich meine das ernst. Muss ja nicht immer am ersten Tag sein ;)

(Nach Veröffentlichung des Artikels ging mein iPhone wieder aus. Hier geht’s weiter.)