in Elektromobilität

Probefahrt mit dem Hyundai Ioniq

Nach einigen Tagen intensiver theoretischer Beschäftigung mit dem Thema Elektromobilität, machen wir nun die ersten praktischen Schritte. Sprich: Probefahrten.

Nach einem kurzen Anruf gestern, konnten wir heute schon den Hyundai IONIQ beim Autohaus Listle in Augsburg probefahren. Ein ziemlicher Glücksfall, ein offenbar bei Elektroautos engagiertes Autohaus in der Nähe zu finden. Bei anderen Marken muss ich demnächst weitere Wege in Kauf nehmen, um probefahren zu können. Elektroautos scheinen noch ziemlich dünn gesät zu sein bei den Händlern. Aber ich muss auch sagen, dass der IONIQ definitiv zu meinen Favoriten zählt. Aber kein Wunder, es ist auch das modernste Elektroauto in dieser Kategorie. Aber genug Vorgeplänkel. Kommen wir zur Fahrt.

Zuerst einmal haben wir uns das Auto genau angeschaut, und bestimmte Maße gemessen. Da wir ja noch oft zu fünft unterwegs sind, inkl. 2 Kindersitzen und Kinderwagen, muss das mit dem Platz im Innenraum schon passen. Hier war ich aber schon mal positiv überrascht. Die Rückbank ist ordentlich breit, und auch der restliche Innenraum ist ausreichend ausreichend geräumig. Ich denke, das dürfte kein Problem mit den Kindersitzen geben. Die Höhe bis zur Decke auf den hinteren Sitzen ist zwar ziemlich niedrig, aber damit kommen wir klar. Einzig der Kofferraum ist aufgrund des darunter sitzenden Akkus leider nicht sehr tief.

Und dann ließ uns der Verkäufer schon losfahren, ohne viel Blah Blah, was mir sehr sympathisch war. Als Schaltgetriebefahrer musste ich mich zwar erst mal kurz daran gewöhnen, dass ich nur noch ein Gas- und Bremspedal habe, aber das geht dann doch recht schnell. Und dann gleich mal mein Fazit von der Fahrt mit dem IONIQ: Wow! Geil!

Ich muss jetzt sagen, ich bin wahrscheinlich noch ein bisschen geblendet, weil es meine erste Fahrt mit einem Elektroauto war. Außerdem war es meine erste Fahrt ohne Gangschaltung. Das „ich muss nicht schalten“ muss natürlich erst mal herausrechnen, denn das hätte ich mit einem Verbrenner auch haben können. Wird aber schwierig, denn der Gesamteindruck war großartig. Schon alleine dieses nahezu lautlose Losrollen ist fantastisch, und dann dieses hohe Drehmoment, wenn man mal aufs Gas drückt, und zwar unabhängig von der Drehzahl. Echt beeindruckend. Aber ich denke, das sind die Vorzüge eines jeden Elektroautos. Kommen wir mehr zum IONIQ.

Was ich natürlich gleich schon vor der Fahrt getestet habe, ist die Integration von Apple CarPlay. Einfach per Kabel einstecken, und schon hat man die CarPlay-Oberfläche vom iPhone auf dem IONIQ-Display. Gefällt mir sehr gut. Aber CarPlay ist auch nur eine Art „nice to have“. Nicht zwingend notwendig, aber schön, wenn es da ist.

Was mich am meisten beeindruckt hat, sind die Assistenzsysteme, die der IONIQ serienmäßig dabei hat. Vor allem der Spurhalteassistent, und der Abstandassistent. Einmal aktiviert hält das Auto selbständig die Spur, und lenkt automatisch, falls man von der Spur abkommt. Die Hände muss man natürlich weiter am Lenkrad lassen, ansonsten warnt das Auto nach einer gewissen Zeit, dass man doch bitte wieder die Hände zum Lenkrad bewegen soll. Und beim Abstandassistent hält der IONIQ automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Auto. Sollte der Vordermann langsamer werden, wir auch der IONIQ langsamer, sogar bis zum Stillstand, etwa im Stau. Fährt das vordere Auto wieder innerhalb ein paar Sekunden los, fährt auch das eigene Auto wieder los. Sehr unheimlich am Anfang, wenn das Auto quasi selbstständig fährt. Aber im Alltag bestimmt auch ein ziemlicher Sicherheits- und Komfortgewinn.

Ansonsten war die Fahrt super angenehm, und wir waren alle ziemlich begeistert, wie sanft und ruhig, aber auch flott und spritzig, wenn es notwendig ist, ein Auto sein kann. Nächsten Samstag ist dann der Nissan Leaf dran. Ich bin schon auf die Unterschiede gespannt, und ich denke, dass sich die Elektroautoblendung bei mir dann etwas normalisiert, und ich das Ganze etwas nüchterner betrachten kann. Ich werde berichten :)

Schreibe einen Kommentar

Kommentar