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Warum ich (manchmal) meine Aktivitäten tracke

Vor 2 Jahren unterstützte ich auf indiegogo den Misfit Shine (Amazon), weil ich schon lange an einem Activity Tracker interessiert war, aber mir noch keiner so richtig gefallen hatte. Es dauerte dann eine Weile, bis ich das Gerät in den Händen hielt (Wie das halt bei crowdgefundeten Projekten so ist). Nach ein paar Tagen habe ich den Shine dann auch gleich verloren, und erst nach langer Suche wieder am Metallbein eines Stuhles (der Shine ist magnetisch) gefunden. Toller Start.

In der darauf folgenden Zeit trug ich den Shine immer bei mir, und verfolgte munter die aufgezeichneten Daten. Vor allem die Schlafdaten1 fand ich sehr interessant. Die Aktivitätsdaten nahm ich zwar wohlwollend zur Kenntnis, zog aber keine Schlüsse daraus. Irgendwann wurde es dann langweilig, und der Shine lag nur noch rum.

Schlaftracking

 

Mitte letzten Jahres dachte ich mir dann: „Ein paar Kilo abnehmen wäre nicht schlecht“ – Zufällig zu dieser Zeit kündigte Misfit an, mit MyFitnessPal zu kooperieren, was mir sehr gelegen kam. Ich legte den Shine wieder an mein Handgelenk, und begann, in MyFitnessPal ein Ernährungstagebuch zu führen. MyFitnessPal gab mir eine maximale Kalorienanzahl2, die ich pro Tag zu mir nehmen durfte. Das Tolle daran: Die Daten des Shine wurden an MyFitnessPal übermittelt, und wenn der Shine zu dem Ergebnis kam, dass ich mich mehr bewegt hatte, als gedacht, durfte ich mehr essen. Das bedeutet, ich konnte mir durch mehr Aktivität3 z.B. Süßigkeiten verdienen, die ich zusätzlich noch essen durfte, was mich sehr motivierte :) Hier verstand ich zum ersten Mal, dass es einen positiven Effekt hat, wenn man Daten über sich sammelt, und so Feedback zu seinem täglichen Verhalten bekommt. In den folgenden Monaten habe ich so knapp 10kg abgenommen, und das ohne irgendwelche speziellen Diäten. Nur durch etwas Disziplin.4

Aktivitätstracking

 

Nachdem ich mein Ziel erreicht hatte, habe ich das Protokollieren wieder aufgehört, und versucht, ob ich das Gewicht auch ohne Datensammlung halten kann. Der einzige Wert, den ich täglich erfasst hatte, war und ist mein Gewicht, um im Fall der Fälle reagieren zu können. Und siehe da, es funktioniert. Offenbar hatte ich durch das Feedback der Daten gelernt, was zu viel des Guten5 ist, und konnte mich gut genug beherrschen.

Aktuell besteht kein Grund, zu handeln. Aber vor ein paar Tagen dachte ich mir, dass es vielleicht einmal wieder an der Zeit ist, Feedback zu bekommen. Und so habe ich mir den Shine wieder an das Handgelenk geschnallt, um mein aktuelles Aktivitätsniveau zu checken. Vom Gefühl her hat das nämlich wieder nachgelassen, in letzter Zeit.

Ich finde es toll, dass ein Gerät, mit dem ich anfangs wenig anzufangen wusste, bzw. das Spielzeug war, im Endeffekt so nützlich ist, und einen echten positiven Effekt auf mein Leben hat.

Habt Ihr auch einen Activity-Tracker an eurem Handgelenk, oder wo anders? Wenn ja, habt Ihr auch ähnliche positive Effekte durch das Feedback? Oder haltet ihr das alles für Quatsch und nur Spielzeug?

 

 


  1. Der Shine hat mit Updates viel dazugelernt. Seit einiger Zeit erkennt er auch automatisch, wann man schläft. 
  2. Ich weiß schon, dass diese Kalorienrechnerei nicht 100%ig funktionieren kann, aber als Annäherung und zum „Bewusst machen“ ist es mehr als gut genug. 
  3. Ich habe mich zu keiner sportlichen Aktivität hinreißen lassen. Einfach weniger rumsitzen und aktiver sein. 
  4. Ich Held ;-D 
  5. Essen ;) 

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  • 6 KW 2015

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  • 6 KW 2015 8. Februar 2015

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